Agentische IDEs 2026: 12 Werkzeuge, ehrlich sortiert
Cursor, Windsurf, Kiro, Antigravity, Trae, Zed, Claude Code, Codex, Replit, Bolt, Lovable, UltraNOS: sortiert nach Betriebsart, Agenten, Modellwahl, Hosting.
Eine agentische IDE unterscheidet sich von einem Autovervollständiger in vier Punkten: Der Agent plant eine Aufgabe, ändert mehrere Dateien auf einmal, führt Befehle im Terminal aus und prüft sein eigenes Ergebnis, bevor er dir antwortet. Ein Tipp-Cursor macht nichts davon. Die Listen, die 2026 für den Begriff ranken, nennen fast dieselben zwölf Namen. Was sie selten sagen: Die eine Frage, die deine Auswahl entscheidet, ist nicht das Modell und nicht der Preis. Es ist die Frage, wo der Arbeitsbereich liegt: auf deinem Rechner oder auf einem Server. Danach sortiert dieser Beitrag.
Die drei Familien
Die Werkzeuge in den gängigen Listen (DataCamp, superset.sh, Builder.io, agentsroom.dev) zerfallen in drei Gruppen:
- (a) Desktop und VS-Code-Fork. Installation auf dem eigenen Rechner, Arbeitsbereich lokal. Das ist die größte Familie: Cursor, Windsurf, Kiro, Antigravity, Trae, Zed.
- (b) Im Browser. Kein Installer, Arbeitsbereich auf einem Server. Claude Code im Web, OpenAI Codex, Replit, UltraNOS.
- (c) App-Baukasten. Auch im Browser, aber auf das Erzeugen einer fertigen App aus einer Beschreibung ausgelegt, nicht auf einen Arbeitsplatz aus Editor und Terminal: Bolt, Lovable.
Die Tabelle fasst zusammen, was sich aus den Selbstbeschreibungen der Anbieter belegen lässt. „k. A." heißt: Der Anbieter sagt es auf seiner Startseite nicht, und wir behaupten es deshalb auch nicht.
| Werkzeug | Familie | Editor | Terminal | Mehrere Agenten | Modellwahl | Hosting-Ort |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Cursor | (a) Desktop | ja | k. A. | ja („agents") | k. A. | eigener Rechner |
| Windsurf | (a) Desktop | ja | k. A. | k. A. | k. A. | eigener Rechner |
| Kiro | (a) Desktop | ja | k. A. | ja („parallel agents") | k. A. | eigener Rechner |
| Antigravity | (a) Desktop | ja | k. A. | k. A. | k. A. | eigener Rechner |
| Trae | (a) Desktop | ja | k. A. | k. A. | k. A. | eigener Rechner |
| Zed | (a) Desktop | ja | k. A. | k. A. | k. A. | eigener Rechner |
| Claude Code im Web | (b) Browser | k. A. | Wechsel Web ↔ Terminal | k. A. | Anthropic | Anthropic-Sandbox |
| OpenAI Codex | (b) Browser | k. A. | k. A. | k. A. | OpenAI | OpenAI |
| Replit | (b) Browser | ja | k. A. | k. A. | k. A. | Replit |
| Bolt | (c) Baukasten | k. A. | k. A. | k. A. | k. A. | Bolt |
| Lovable | (c) Baukasten | k. A. | k. A. | k. A. | k. A. | Lovable |
| UltraNOS | (b) Browser | Monaco | PTY im Browser | ja, bis 16 parallel | frei (Claude, OpenAI-kompatibel, Ollama, eigener Endpunkt) | Hetzner Nürnberg |
Die vielen „k. A." bei den Fremdprodukten sind kein Urteil. Sie sind das Ergebnis der Regel, nur zu schreiben, was sich belegen lässt.
Die zwölf Werkzeuge im Einzelnen
Cursor
Cursor beschreibt sich als „AI Coding Agent for Building Ambitious Software": gebaut, um dich „außerordentlich produktiv" zu machen, Agenten verwandeln Ideen in Code, und du beschleunigst die Entwicklung, indem du Aufgaben an Cursor abgibst. Das ist die Kernidee der Familie (a): Der Agent sitzt im Editor auf deinem Rechner, und der Arbeitsbereich ist dein lokales Projekt. Cursor taucht in jeder der vier großen Listen auf, meist auf den vorderen Plätzen. Wer heute „agentische IDE" sagt, meint oft implizit Cursor. Über Terminal-Integration oder Modellwahl sagt die Startseite nichts, deshalb steht dazu auch hier nichts.
Windsurf
Die Startseite von Windsurf hat unsere Abfrage am 8. September 2026 mit HTTP 429 abgewiesen. Wir haben deshalb keine Selbstbeschreibung, die wir zitieren könnten. Bekannt ist aus der Trefferliste: DataCamp führt Windsurf unter den dedizierten agentischen IDEs, also in Familie (a), und Google schlägt bei der Suche „Codeium web ide" als verwandte Anfrage vor. Mehr behaupten wir nicht. Wenn du Windsurf in die engere Wahl nimmst, prüfe die acht Kriterien unten direkt auf der Herstellerseite.
Kiro
Kiro von AWS positioniert sich mit „Move beyond AI coding to agentic engineering". Konkret nennt die Startseite drei Dinge: Prompts werden zu ausführbaren Spezifikationen, die Korrektheit des Codes wird geprüft, um Fehler zu finden, die Unit-Tests übersehen, und große Codebasen werden mit parallelen Agenten bearbeitet. Das ist die deutlichste Selbstbeschreibung mehrerer Agenten in der Desktop-Familie. Kiro steht in der DataCamp-Liste der dedizierten agentischen IDEs. Ob und wie sich Modelle frei wählen lassen, sagt die Startseite nicht.
Antigravity
Antigravity ist Googles Beitrag zur Familie (a) und steht bei DataCamp neben Cursor, Windsurf und Kiro. Unsere Abfrage der Startseite lieferte eine leere Antwort, also fehlt uns eine zitierfähige Selbstbeschreibung. Aus der Trefferliste ist nur die Einordnung als dedizierte agentische Desktop-IDE bekannt. Wer Antigravity bewertet, sollte dieselben Fragen stellen wie bei jeder Desktop-IDE: Läuft der Agent gegen deinen lokalen Arbeitsbereich, und welche Modelle stehen zur Wahl?
Trae
Trae nennt sich „TRAE - Collaborate with Intelligence" und beschreibt TraeCode als etwas, das sich „nahtlos in deinen Workflow integriert und mit dir zusammenarbeitet, um Leistung und Effizienz zu maximieren". Trae ist in der Trefferliste auffällig präsent: Google schlägt „Trae AI" und „Trae ide download" als verwandte Suchen vor, was auf ein installierbares Desktop-Programm deutet. Über Terminal, Agentenzahl und Modellwahl macht die Startseite keine Aussage.
Zed
Zed ist „Your last next editor": ein hochperformanter Mehrbenutzer-Editor von den Machern von Atom und Tree-sitter. Zed ist das Werkzeug in dieser Liste, das sich am wenigsten über KI definiert; die Startseite betont Geschwindigkeit und gemeinsames Arbeiten. Dass Zed trotzdem in zwei der großen Listen agentischer IDEs steht (DataCamp und superset.sh), zeigt, wie breit der Begriff inzwischen ist. Für Leute, die einen schnellen nativen Editor wollen und Agentenfunktionen als Zugabe sehen, ist das eine eigene Kategorie.
Claude Code im Web
Claude Code im Web ist Anthropics Browser-Fassung des Terminal-Agenten. Die Doku beschreibt Cloud-Umgebungen, Setup-Skripte, Netzwerkzugriff und Docker in Anthropics Sandbox, und das Verschieben von Sitzungen zwischen Web und Terminal mit --cloud und --teleport. Das ist Familie (b) in Reinform: Der Arbeitsbereich liegt in einer Sandbox beim Anbieter, gebunden an GitHub. Das Modell ist das von Anthropic. Wer ohnehin Claude nutzt und sein Repository auf GitHub hat, bekommt hier den kürzesten Weg von „Aufgabe beschrieben" zu „Pull Request offen".
OpenAI Codex
OpenAI Codex hat unsere Abfrage mit HTTP 403 abgewiesen. Aus der Trefferliste ist bekannt, dass Codex im Browser läuft, also zu Familie (b) gehört, und dass das Modell von OpenAI kommt. Zu Editor, Terminal oder Agentenzahl können wir nichts Belegtes sagen. Die Einordnung neben Claude Code im Web liegt nahe: Beide großen Modellanbieter haben 2026 eine eigene Browser-Umgebung für ihren Agenten, statt auf Desktop-IDEs von Dritten zu warten.
Replit
Replit nennt sich „AI App and Website Builder" und verspricht: „Beschreibe, was du willst. Replit baut es. Eine funktionierende App oder Website in Minuten. Kein Programmieren nötig." Der Satz ist bewusst auf Nicht-Entwickler gerichtet. Replit hat gleichzeitig einen echten Browser-Editor und steht deshalb zwischen Familie (b) und (c). Wer bisher mit Replit als Online-Editor gearbeitet hat, sollte den Wechsel der Ansprache bemerken: Die Startseite verkauft heute den Baukasten, nicht den Arbeitsplatz.
Bolt
Bolt beschreibt sich als „AI builder: Websites, apps & prototypes" und lädt ein, „mit deinen Worten" leistungsfähige Websites und Apps zu bauen und zu skalieren, gemeinsam mit „Millionen" Nutzern. Das ist Familie (c): Das Ergebnis ist eine App, nicht ein Arbeitsbereich mit Editor, Git und Terminal. Für einen Prototyp, der am Nachmittag stehen soll, ist das ein legitimer Weg. Für ein bestehendes Repository mit gewachsener Struktur ist es das falsche Werkzeug, und Bolt behauptet auch nicht, das zu sein.
Lovable
Lovable hat unsere Abfrage mit HTTP 403 abgewiesen. Aus der Trefferliste wissen wir, dass Lovable ein App-Baukasten im Browser ist, also Familie (c), und dass für die Phrase „agentic web ide" unter anderem eine mit Lovable gebaute App rankt. Mehr behaupten wir nicht. Die Frage, die du an Lovable stellen solltest, ist dieselbe wie an Bolt: Willst du eine App erzeugen oder in einem Projekt arbeiten?
UltraNOS
UltraNOS ist ein KI-Workspace im Browser: Multi-Agent-Chat, Monaco-Editor, Git, ein echtes PTY-Terminal über WebSocket und ein Gedächtnis, das Sitzungen überlebt. Gehostet bei Hetzner in Nürnberg. Der Anbieter des Modells ist frei wählbar: Claude über API oder CLI, OpenAI-kompatible Endpunkte, Ollama, ein eigener Endpunkt. Sub-Agenten starten aus dem Chat und erscheinen live in einer Agentenflotte, höchstens 16 gleichzeitig. Details weiter unten, inklusive dem, was UltraNOS nicht ist.
Nicht in dieser Liste: Qoder, ein Assistent für VS Code und JetBrains. Er ist Ergänzung einer bestehenden IDE, keine eigene, und passt deshalb in keine der drei Familien.
Was „Web IDE" wirklich bedeutet
Familie (b) ist die kleinste der drei. Für die exakte Suchphrase „agentic web ide" ranken neben ein paar Kleinprojekten kaum ernsthafte Anbieter; der Begriff ist weitgehend unbesetzt. Gleichzeitig rücken die beiden größten Modellanbieter genau dorthin nach: Anthropic mit Claude Code im Web, OpenAI mit Codex. Das ist kein Zufall.
Eine Web-IDE tauscht vier Vorteile gegen zwei Bedingungen.
Die Vorteile:
- Jedes Gerät. Laptop, Tablet, Telefon. Kein Installer, keine Abhängigkeit von Betriebssystem oder Rechenleistung des Geräts.
- Der Arbeitsbereich überlebt den Laptop. Ein Agent, der drei Stunden an einer Aufgabe arbeitet, läuft weiter, wenn du den Deckel zuklappst.
- Ein Zustand für alle Werkzeuge. Editor, Terminal, Git und Agenten sehen dasselbe Dateisystem, weil es dasselbe ist.
- Keine lokale Umgebung zu pflegen. Python-Fassung, Node-Fassung, Compiler: eingerichtet, gepflegt, gesandboxt beim Betreiber.
Die Bedingungen:
- Netz nötig. Ohne Verbindung geht nichts. Eine Web-IDE läuft nicht offline, und keine wird das je tun.
- Vertrauen zum Betreiber nötig. Dein Code liegt auf einem fremden Server. Serverstandort, Vertragsgrundlage (AV-Vertrag) und die Frage, was vor dem Senden an den Modellanbieter aus deinen Prompts entfernt wird, sind hier keine Nebensache, sondern das Auswahlkriterium.
Wer das zweite Kriterium ernst nimmt, sollte den Unterschied zwischen „Betreiber der IDE" und „Anbieter des Modells" kennen. Bei Claude Code im Web und Codex sind es dieselbe Firma. Bei UltraNOS ist der Betreiber in Nürnberg, und die Prompts gehen an den Modellanbieter, den du selbst gewählt hast. Mehr dazu in Was eine Agentic Web IDE ist.
Acht Kriterien: die Checkliste
Zum Abhaken, in der Reihenfolge, in der sie im Alltag wehtun:
- [ ] Editor. Gibt es einen echten Editor mit Tabs, Syntaxprüfung und Sprung zur Zeile, oder nur eine Chat-Ansicht mit Diff?
- [ ] Terminal. Kann der Agent Befehle ausführen, und kannst du dasselbe Terminal sehen und selbst tippen? Ein Agent ohne Terminal kann nicht testen, was er geschrieben hat.
- [ ] Git. Status, Stage, Commit, Branch, Push aus der Oberfläche, oder musst du dafür das Werkzeug verlassen?
- [ ] Mehrere Agenten. Können Agenten parallel an getrennten Aufgaben arbeiten, und siehst du live, was jeder tut? Gibt es eine Obergrenze und eine Tiefengrenze für Agenten, die Agenten starten?
- [ ] Werkzeug-Freigaben. Fragt der Agent vor
rm -rf,git push --forceoderDROP TABLE, und kannst du Freigaben bündeln, statt jede einzeln zu klicken? - [ ] Kosten- und Schleifenbremse. Was passiert, wenn der Agent dreimal denselben Befehl mit demselben Ergebnis ausführt? Gibt es ein Zeitbudget je Zug?
- [ ] Memory. Erinnert sich das Werkzeug über Sitzungen hinweg an Entscheidungen, Konventionen und Projektwissen?
- [ ] Schlüssel-Schutz. Was passiert mit einem API-Schlüssel, der in einer
.env, einem Terminal-Output oder einem Prompt steht, bevor die Anfrage den Modellanbieter erreicht?
Kein Werkzeug in dieser Liste belegt auf seiner Startseite alle acht. Die Checkliste ist deshalb keine Rangliste, sondern deine Fragenliste an den Anbieter.
UltraNOS ehrlich einsortiert
UltraNOS gehört in Familie (b). Was sich aus dem Ist-Zustand belegen lässt:
Arbeitsplatz. Monaco-Editor mit Tabs, Dirty-Marker, Lint (ruff und JS) als Diagnostik, Inline-Vervollständigung als Ghost-Text und einer Blame-Zeile im GitLens-Stil. Dateibaum mit Git-Status-Farben, Dateisuche mit Cmd+P, Inhaltssuche mit Cmd+Shift+F. Git mit Status, Stage, Commit, Push, Branches, Stash, Fetch, Pull, Merge, KI-Commit-Nachricht und Teilklon als Vorgabe für große Repositories. Ein PTY-Terminal im Browser, acht je Mandant, mit Tastenleiste auf dem Telefon.
Agenten. Think-Act-Check-Schleife mit Obergrenzen für Iterationen und Fehler. Sub-Agenten aus dem Chat, live in der Flotte, mit Tiefengrenze 2 und höchstens 16 gleichzeitigen Aufträgen. Sitzungen können andere Sitzungen befragen. Eine Schleifenwache gibt beim dritten gleichen Werkzeugaufruf mit gleichem Ergebnis einen Hinweis und führt ab dem fünften nicht mehr aus; jeder Zug hat ein Zeitbudget von 45 Minuten als Vorgabe. Freigabedialog bei unsicheren Werkzeugen, Batch-Freigabe, und vier eingebaute Guards gegen rm -rf, Force-Push, DROP TABLE und curl | bash, ergänzbar per Regex.
Modellwahl. Claude, OpenAI-kompatible Anbieter, Ollama, eigener Endpunkt, mit Routing über acht Slots (Chat, Aufgaben, Teilaufgaben, Commit-Nachricht, Plan, Review, Zusammenfassung). Fällt ein Zugang aus, springt eine Ersatzkette mit Cooldowns ein.
Memory. Persistentes Gedächtnis über Sitzungen hinweg (Centre AI) plus Kontext-Kontrolle je Sitzung mit Zusammenfassung älterer Historie.
Schlüssel-Schutz. Die Komponente cloak ersetzt API-Schlüssel, Passwörter und E-Mail-Adressen durch Platzhalter, bevor die Anfrage den Modellanbieter erreicht. Auf der gehosteten Instanz läuft sie im Profil enforce, nachprüfbar über GET /api/health. Die Grenzen gehören dazu: Der Schutz ist musterbasiert, ein Geheimnis ohne bekanntes Präfix, ohne Zuweisung und ohne hohe Entropie geht durch. Auf dem CLI-Weg über Claude Code werden nur Prompt und System-Prompt verhüllt, nicht die Werkzeugergebnisse. Bilder und PDFs werden nicht gescannt. Wie das im Detail funktioniert, steht in API-Keys im Prompt schützen.
Was UltraNOS nicht ist. Nicht quelloffen; das Repository ist privat. Kein VS-Code-Fork und keine Desktop-App, mit Ausnahme einer Android-App. Self-Hosting gibt es nur auf Anfrage, nicht als Download. Kein eigenes Modell: Die KI kommt vom Anbieter, den du wählst, und deine Prompts gehen dorthin.
Preise. Starter 0 €, Pro 19 €/Monat, Team 49 €/Monat, 14 Tage testen. Details unter ultranos.de/preise. Wer eher einen Chat-Client als einen Arbeitsplatz sucht, findet im Beitrag zu Open-WebUI-Alternativen die passendere Liste.
Entscheidungsbaum in fünf Fragen
- Willst du eine App erzeugen oder in einem Projekt arbeiten? App erzeugen: Familie (c), Bolt oder Lovable, bei Bedarf Replit. Sonst weiter.
- Muss es offline gehen? Ja: Familie (a), Desktop. Sonst weiter.
- Willst du den Arbeitsbereich vom Gerät lösen, damit ein Lauf den zugeklappten Laptop überlebt? Ja: Familie (b). Nein: Familie (a), und die Frage ist nur noch, welcher Fork sich für dich richtig anfühlt.
- Bist du auf einen Modellanbieter festgelegt? Anthropic: Claude Code im Web. OpenAI: Codex. Frei wählen oder eigene Endpunkte: UltraNOS.
- Ist dir wichtig, wer der Betreiber ist und wo der Server steht? Dann prüfe Serverstandort, AV-Vertrag und Schlüssel-Schutz, bevor du Code hochlädst, egal bei welchem Anbieter.
FAQ
Was ist eine agentische IDE?
Eine Entwicklungsumgebung, in der ein KI-Agent nicht nur Zeilen vorschlägt, sondern Aufgaben ausführt: planen, mehrere Dateien ändern, Befehle laufen lassen, Ergebnis prüfen. Builder.io fasst es als „eine KI, die im Projekt lebt statt daneben". Agentsroom.dev ergänzt: Agenten stehen im Zentrum, nicht ein Tipp-Cursor, mit mehreren Agenten, mehreren Anbietern und geteiltem Kontext.
Welche agentische IDE ist die beste?
Das hängt an der Familie, nicht am Namen. Wer lokal und offline arbeitet, wählt zwischen Cursor, Windsurf, Kiro, Antigravity, Trae und Zed. Wer den Arbeitsbereich auf einem Server will, wählt zwischen Claude Code im Web, Codex, Replit und UltraNOS. Innerhalb einer Familie entscheiden die acht Kriterien oben, und die kann nur dein Projekt beantworten.
Gibt es eine kostenlose agentische IDE?
Fast alle Anbieter haben eine kostenlose Einstiegsstufe; die genauen Grenzen stehen nur auf den jeweiligen Preisseiten. Bei UltraNOS heißt sie Starter und kostet 0 €. Zed ist als Editor kostenlos. Für Modellnutzung fallen bei fast allen Werkzeugen ab einer bestimmten Menge Kosten an, entweder im Tarif oder über deinen eigenen Anbieter-Schlüssel.
Brauche ich einen eigenen API-Schlüssel?
Bei Claude Code im Web und Codex nutzt du das Konto des jeweiligen Modellanbieters. Bei UltraNOS kannst du einen eigenen Schlüssel für Claude, OpenAI-kompatible Anbieter oder einen eigenen Endpunkt hinterlegen; die gehostete Instanz bietet zusätzlich einen vom Betreiber bezahlten Zugang. Bei den Desktop-IDEs sagen die Startseiten dazu nichts, deshalb steht hier auch nichts.
Läuft eine Web-IDE offline?
Nein. Editor, Terminal und Agenten laufen auf einem Server, und ohne Verbindung erreichst du sie nicht. Das ist der Preis für die Vorteile aus dem Abschnitt oben. Wer regelmäßig ohne Netz arbeitet, gehört in Familie (a).
Kann ich Desktop-IDE und Web-IDE mischen?
Ja, und viele tun es. Claude Code sieht diesen Fall ausdrücklich vor und verschiebt Sitzungen zwischen Web und Terminal. Bei UltraNOS bleibt dein Repository ein normales Git-Repository, das du lokal klonen und in jedem Editor öffnen kannst. Der Wechsel kostet nichts außer einem Push.
Für wen das nichts ist
Wer eine ausgereifte lokale Umgebung hat, Terminal und Editor liebt und ohnehin nie ohne Laptop arbeitet, verliert mit einer Web-IDE mehr, als er gewinnt. Wer sein Repository grundsätzlich keinem fremden Server anvertraut, für den ist Familie (b) keine Option, auch nicht mit Serverstandort Nürnberg und Schwärzung vor dem Senden. Und wer nur eine App braucht, die morgen früh laufen soll, ist bei den Baukästen richtig und sollte sich von keiner Liste agentischer IDEs davon abbringen lassen.
Schlüssel bleiben bei dir — der Rest im Browser.
UltraNOS ist die Agentic Web IDE: mehrere KI-Agenten parallel, Editor, Git und Terminal. cloak ersetzt API-Schlüssel und Passwörter, bevor ein Prompt den Anbieter erreicht. Gehostet in Nürnberg, 14 Tage kostenlos.
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